Evaluation der lernenden Energieeffizienznetzwerke

Lernende Energieeffizienz-Netzwerke auf dem Weg zu 100 und mehr Netzwerken

Laufzeit: August 2014 – Dezember 2018

Hintergrund

Im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative förderte das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgase leisten. Ein wichtiger Ansatzpunkt sind Maßnahmen zur Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz, welche Potentiale zu Emissionsminderungen kosten­günstig und breitenwirksam erschließen und für die Handelnden rentabel sind. Die „Lernenden Energieeffizienz-Netzwerke“ (LEEN) können hierzu einen erheblichen Beitrag für die mittelständische Wirtschaft leisten, wie das Projekt „30 Pilot-Netzwerke“ gezeigt hat.
Um über dieses erfolgreiche „Instrument der Wirtschaft für die Wirtschaft“ intensiver zu informieren und Anreize für weitere Netzwerke zu setzen, fördert das BMUB mit dem Projekt „LEEN 100“ weitere Netzwerke.
In jedem Betrieb gibt es viele rentable Investitions- und organisatorische Möglichkeiten, die Energiekosten durch eine effizientere Nutzung der Energie zu senken. Sie sind dem Energieverantwortlichen zum Teil bekannt, aber die Zeit für die Vorbereitung und Auswahl der Investitionslösung ist häufig nicht vorhanden.

Ziele

Ziel eines lernenden Energieeffizienz-Netzwerkes mit 10 bis 15 Unternehmen ist es, durch regelmäßigen moderierten Erfahrungsaustausch die vielen rentablen Effizienz-Potentiale für jeden der Teilnehmer schneller und mit geringerem Aufwand verfügbar zu machen. Die Ergebnisse des Projekts 30 Pilot-Netzwerke

  •  Eine Verdopplung des energetischen Fortschritts gegenüber dem Durchschnitt der Industrie: durchschnittlich 2,1 %/a Steigerung der Energieeffizienz (dies entspricht einer Verbrauchssenkung von rd. 10 % in fünf Jahren) und 2,3 % Minderung der CO 2 -Emissionen,
  • rd. 30 % interne Verzinsung im Durchschnitt aller empfohlenen wirtschaftlichen Maß­nahmen,
  • Ø eine hohe Akzeptanz seitens der Teil­nehmer:

sehr positive Bewertung des Ablaufs,
von der Datenerhebung als Vorstufe der energetischen Bewertung haben die meisten Betriebe profitiert und bewerten letztere mit gut bis sehr gut;
die Zusammensetzung des jeweiligen Netzwerks empfanden ca. 90 % der Unternehmen als richtig;
sie nahmen mit ein bis zwei Personen i.d.R. an allen Netzwerktreffen teil, die sie in Dauer, Häufigkeit, Vorbereitung und Ablauf, aber besonders bzgl. der Betriebsbegehungen und dem Austausch mit den Vertretern der anderen Teilnehmer als sehr gut bis gut bewerten;
viele nutzen die Kontakte auch jenseits der Netzwerktreffen zu weiteren technischen Themen, aber auch zu Fragen der Managementsysteme, der Bewertung von Lieferanten usw.

  •  Die meisten Betriebe schätzen den Nutzen im Ver­hältnis zum Aufwand als ziemlich bis sehr hoch ein und den Zeitaufwand als gering.
  • Anregungen aus der Netzwerkarbeit setzten fast alle Betriebe um, wobei ein Teil der Maßnahmen ohne das Netzwerk nicht umgesetzt worden wären.

Dieses Instrument der „Wirtschaft für die Wirtschaft“ ist eine große Chance für mittelständische Betriebe den Energieverbrauch und damit die Energiekosten zu senken.

Projektpartner

Ansprechpartner

Prof. Dr. Harald Bradke (Fraunhofer ISI)
Breslauer Str. 48
76139 Karlsruhe

harald.bradke@isi.fraunhofer.de

Prof. Dr. Eberhard Jochem (STREKS)
Schönfeldstr. 8
76131 Karlsruhe

e.jochem@streks.org

Evaluierung

Edith Chassein
Schönfeldstr. 8
76131 Karlsruhe

e.chassein@irees.de

Kontakt Verbundkoordination

Kerstin Kopf

kerstin.kopf@isi.fraunhofer.de

T 0721- 6809-320