Transformation der Grundstoffchemie: Wie gelingt der Abschied von fossilen Rohstoffen?

Die organisch-chemische Grundstoffindustrie basiert heute noch primär auf den fossilen Rohstoffen Erdgas und Naphtha. Welche alternativen Kohlenstoffquellen sich für den Chemiestandort Deutschland eignen und welche verfahrenstechnischen Prozesse dafür zielführend sind, wurde von der DECHEMA im Auftrag von IREES im Rahmen des Verbundvorhabens EE4InG2 erarbeitet.

In der Studie „Transformation der Chemischen Verfahrenstechnik – Effiziente Herstellungswege mit veränderter Rohstoffbasis“ werden drei alternative Kohlenstoffquellen für die Zukunft detailliert analysiert:
🏭 CO₂ aus unvermeidbaren Punktquellen (zum Beispiel Zementwerke)
🌱 Biogene Reststoffe und Abfallstoffe
♻️ Kunststoffabfälle

Darauf aufbauend werden sogenannte Effizienz-Verfahren ermittelt, die sich durch technische Reife, einen optimierten Energiebedarf und einen niedrigen Rohstoffbedarf auszeichnen. Im Fokus stehen dabei Power-to-X-Prozesse, die Biomasse-Gasifizierung und das thermochemische Kunststoffrecycling.

💡 Die Studie liefert konkrete Handlungsempfehlungen zum Forschungsbedarf in der Rohstoffvorbehandlung, zur Katalysatorentwicklung sowie zur Reaktionstechnik und Produktaufarbeitung. Die Ergebnisse zeigen den Forschungsbedarf für eine defossilisierte und langfristig wettbewerbsfähige Chemieindustrie auf. Neben technologischen Aspekten liefert die Studie konkrete forschungspolitische Empfehlungen für die notwendige Infrastruktur und Rahmenbedingungen.

➡️ Der vollständige Bericht kann hier heruntergeladen werden: https://dechema.de/rohstoffbasis-path-123211,124930.html
➡️ Mehr zum Projekt „EE4InG2″: https://ee4ing2.de/

Vielen Dank an die Autorinnen und Autoren der DECHEMA für die Ausarbeitung und die hervorragende Zusammenarbeit im Projekt!

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