Potenzialanalyse Kraft-Wärme-Kopplung

Potenzial- und Kosten-Nutzen-Analyse zu den Einsatzmöglichkeiten von Kraft-Wärme-Kopplung (Umsetzung der EU-Energieeffizienzrichtlinie) sowie Evaluierung des KWKG im Jahr 2014.

Auftraggeber

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

Laufzeit Oktober 2013 – Oktober 2014

Hintergrund

Die EU-Energieeffizienzrichtlinie (2012/27/EU1) sah vor, dass die Mitgliedstaaten spätestens bis zum 31. Dezember 2015 eine umfassende Bewertung des Potenzials für den Einsatz der hocheffizienten KWK und der effizienten Fernwärme- und Fernkälteversorgung durchführten und diese der Europäischen Kommission mitteilten. Artikel 14 Absatz 3 sah zudem vor, dass die Mitgliedstaaten eine Kosten-Nutzen-Analyse für ihr gesamtes Hoheitsgebiet durchführten.
Darüber hinaus sollte das KWK-Gesetz nach § 12 des gültigen KWK-Gesetzes im Jahr 2014 evaluiert werden.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat vor diesem Hintergrund beschlossen, die Potenzial- und Kosten-Nutzen-Analyse auf das Jahr 2014 vorzuziehen, hieraus Schlussfolgerungen zur möglichen Rolle der KWK im zukünftigen Strom- und Wärmeversorgungssystem abzuleiten und diese mit der gesetzlich vorgesehenen Evaluierung des KWK-Gesetzes zu verbinden.

Ziele

Ziel dieses Projektes war die Erstellung einer umfassenden Studie als Grundlage für die Entscheidungen der Bundesregierung. Die Studie umfasste die folgenden Bausteine, die inhaltlich aufeinander aufbauten: Kosten-Nutzen-Analyse, Potenzialanalyse für die KWK, mögliche Rolle der KWK im zukünftigen Strom- und Wärmeversorgungssystem und Zwischenevaluierung des KWK-Gesetzes (KWKG). IREES war für die industrielle KWK-Analyse zuständig.

Aufgaben von IREES

  • Es wurden Aussagen zur Rolle von KWK im künftigen Wärme- und Strommarkt erarbeitet sowie eine Auswertung der Förderung des KWKG durchgeführt. Im Lichte der Ergebnisse dieser Evaluierung wurden die Rahmenbedingungen für KWK überprüft.
    Die Studie basierte bei der Ermittlung des Status quo auf aktuellen Daten und Statistiken. Für die zukünftige Entwicklung der demografischen, ökonomischen und energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen wurde das konsistente Annahmen-Set der aktuellen Energiereferenzprognose der Prognos AG [Prognos/EWI/GWS 2014] verwendet.
    Das Potential der KWK mit verschiedenen Anlagen und Leistungsgrößen wurde über die Entwicklung des Prozesswärmebedarfs bis zu 300°C bis 2020 geschätzt, wobei nach Industriebranchen und drei Unternehmensgrößenklassen unterschieden wurde. Die letztere Differenzierung ist neu, aber auch erforderlich, um die Leistungsklassen auch das Potenzial der kleineren BHKWs abschätzen zu können.

Projektpartner

  • Fraunhofer IFAM

  • BHKW-Consult

  • PROGNOS AG