Energieinfrastruktur Backbone für den Oberrheingraben

Energieinfrastruktur Backbone für den Oberrheingraben

Auftraggeber

TechnologieRegion Karlsruhe GmbH

Laufzeit März 2026 – September 2026

Hintergrund

Die Energieversorgung befindet sich im grundlegenden Wandel: Elektrifizierung, der Ausbau klimaneutraler Wärmeversorgung sowie der wachsende Einsatz von Wasserstoff und die Nutzung von CO₂ als Ressource prägen die Transformation. Besonders der Oberrheingraben – eine industriestarke Region mit hohem energetischem Potenzial – steht vor großen strukturellen Veränderungen.

Die Wärmeversorgung macht in Deutschland rund 54 % des Endenergiebedarfs aus und rückt durch den Ausbau der Fernwärme zunehmend in den Fokus. Parallel entstehen Planungen für ein Wasserstoffkernnetz, während CO₂ verstärkt als Rohstoff in industriellen Kreisläufen genutzt wird. Im Oberrheingraben treffen große Potenziale und Bedarfe aufeinander: erhebliche industrielle Abwärmemengen, ein hohes geothermisches Potenzial sowie ein signifikanter Bedarf an Wärme, Wasserstoff und CO₂-Infrastruktur.

Eine integrierte Planung dieser Netze bietet die Chance, Synergien zu heben, Effizienz und Wirtschaftlichkeit zu steigern und langfristig Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Gleichzeitig besteht noch große Unsicherheit über konkrete Bedarfe, Entwicklungen und geeignete Infrastrukturkonzepte.

Ziele und Ergebnisse

Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer fundierten Entscheidungsgrundlage für den Aufbau einer integrierten Energieinfrastruktur im Oberrheingraben. Dazu werden zukünftige Bedarfe, mögliche Netzstrukturen, Betreiberoptionen und Kosten systematisch analysiert.
Die Untersuchung erfolgt in zwei Phasen: Diese Projekt stellt die Vorstudie dar, in dem Potenziale und grundsätzliche Machbarkeit analysiert werden, als Basis für weiterführende Analysen in einer anschließenden Hauptstudie. Betrachtet wird der Oberrheingraben zwischen Mannheim und Freiburg, ergänzt um relevante Akteure im erweiterten Umfeld.
Im Rahmen der Vorstudie werden u. a. folgende Ergebnisse erarbeitet:
Analyse des Status quo von Industrie und Fernwärmenetzen,
Kartierung industrieller Abwärmepotenziale,
Modellbasierte Prognosen zukünftiger Wärmebedarfe,
Bewertung von Wasserstoff- und CO₂-Bedarfen sowie -Potenzialen,
Identifikation zentraler Erzeuger, Emittenten und Abnehmer,
Einordnung bestehender europäischer Backbone-Projekte.
Die Ergebnisse schaffen Transparenz über Potenziale und Entwicklungspfade und bilden die Grundlage für konkrete Infrastrukturentscheidungen.

Aufgaben von IREES

  • Modellbasierte Prognosen zukünftiger Wärmebedarfe

  • Analyse des Status quo von Industrie und Fernwärmenetzen

  • Einordnung bestehender europäischer Backbone-Projekte

Projektpartner

  • Fraunhofer IEG

ANSPRECHPARTNER

Dr. Jan Steinbach
Dr. Jan Steinbach
Jan Kellershohn
Jan Kellershohn
John Theurer
John Theurer