Weiterentwicklung von Niedrigstenergiequartieren

Innovative Weiterentwicklung, Verknüpfung und Qualitätssicherung interoperabler Planungsprozesse und -Tools für die stufenweise Modellierung, Entscheidungsfindung, Implementierung, Betriebsführung, Überwachung und Optimierung von Niedrigstenergiequartiere in Sanierung und Neubau im internationalen Kontext

Laufzeit: Dezember 2018 – November 2021

Hintergrund

Niedrigstenergiequartiere (NEQs) sind für die Erreichung der Klimaschutzziele von hoher Bedeutung. Durch innovative, nachhaltige Versorgungskonzepte und Mobilitätslösungen können NEQs wesentlich dazu beitragen, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Gleichzeitig können sie die Gesamtwirtschaftlichkeit, die Energieeffizienz sowie die Wohnqualität und letztendlich auch die Wohnzufriedenheit der Bewohner des Quartiers erhöhen.
Gegenstand des Vorhabens ist die Erarbeitung einer konsistenten und für die Akteure einfach anwendbaren Methodik sowie die Weiterentwicklung vorhandener Tools zur schrittweisen Entwicklung, Implementierung und dem zielkonformen effizienten Betrieb von NEQs.
Die Projektergebnisse ermöglichen Entscheidungsträger, Städte- und Quartiersplaner, Projektentwickler, Finanzierer, Energiedienstleister, Stadtwerken eine wesentlich vereinfachte stufenweise Entwicklung von hocheffizienten Quartiersprojekten im urbanen und ländlichen Raum.

Ziele und Ergebnisse

Zielsetzung des Forschungsvorhabens ist daher die Weiterentwicklung von Prozessen und Instrumenten zur Unterstützung der Planungs-, Entscheidungsfindungs- und Implementierungsprozesse von NEQs bzw. energieneutralen Quartieren sowohl in der Sanierung im Bestand als auch bei der Neukonzeption unter besonderer Berücksichtigung von Gebäuden und Verkehr. Zielgruppe des Vorhabens sind skalierbare Quartierstypen im Wohn- und/oder Nicht-Wohngebäudebau und Universitäts-/Hochschul-Campusse.

Aufgaben von IREES

  • Koordination der Evaluierung von Quartierssanierungs-Projekten.

  • Formulierung des Quartiersentwicklungs-Prozesses und Identifizierung der relevanten Akteure an den jeweiligen Stellen der Prozess-Kette.

  • Projektrecherche und Auswahl von bereits durchgeführten Projekten auf Gebäude- und Quartiersebene im öffentlichen und zivilen Sektor.

  • Erstellung eines Auswertungsschemas zur Auswertung der Quartiersdaten hinsichtlich sozialwissenschaftlicher Indikatoren.

  • Einspeisung der sozialwissenschaftlichen Faktoren in die Entwicklung der Tools zur integralen Konzeption und Planung von NEQs.

  • Berücksichtigung von Akzeptanzfragen bei der Implementierung auf Projektebene und bei der Validierung der Ergebnisse.

  • Mitarbeit beim Annex 73 der Internationalen Energieagentur „Towards Energy Resilient Neighborhoods“.

Projektpartner

  • Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH (KEA)

  • Steinbeis-Transferzentrum gGmbH Locasys

  • GEF Ingenieur AG

  • EniSyst GmbH

  • Drees & Sommer Advanced Building Technologies GmbH

  • Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft