Erstellung des Projektionsberichts Hamburg
Erstellung des Projektionsberichts zur CO2-Emissionsminderung der Freien und Hansestadt Hamburg
Auftraggeber
Freie und Hansestadt Hamburg
Laufzeit
Juni 2026 – August 2027
Hintergrund
Die Freie und Hansestadt Hamburg (FHH) verfolgt eine ambitionierte Klimaschutzpolitik. Mit dem im Dezember 2023 verabschiedeten Klimaschutzstärkungsgesetz wurde das Hamburgische Klimaschutzgesetz (HmbKliSchG) novelliert und deutlich verschärft. Die Novelle sah vor, die energiebedingten Kohlendioxidemissionen (CO2-Emissionen) Hamburgs bis 2030 um 70 % und bis 2045 um 95 % gegenüber dem Niveau von 1990 (auf Basis der Verursacherbilanz) zu reduzieren. Die verbleibenden Restemissionen sollten ursprünglich bis 2045 durch Senken ausgeglichen werden, um CO₂-Neutralität zu erreichen. Mit der am 8. November 2025 in Kraft getretenen erneuten Novelle des HmbKliSchG wurde das Ziel der CO₂-Neutralität infolge eines Bürgerentscheids um fünf Jahre auf 2040 vorgezogen. Für den Zeitraum von 2026 bis 2040 sind zudem verbindliche Jahresemissionsgesamtmengen (JEM) festgelegt, deren Überschreitung zusätzliche Minderungsanstrengungen in den Folgejahren erforderlich macht. Gleichzeitig schreibt das Gesetz vor, dass die Zielerreichung sozialverträglich zu gestalten ist.
Zur Umsetzung des HmbKliSchG wurde der Hamburger Klimaplan aufgesetzt. Parallel zur Novelle im Dezember 2023 wurde die Zweite Fortschreibung des Hamburger Klimaplans beschlossen. Der Klimaplan definiert seitdem konkrete Reduktionsziele und konkrete Maßnahmen für die Sektoren Private Haushalte, Gewerbe-Handel-Dienstleitungen sowie Industrie und Verkehr. Daneben gibt es Reduktionsziele durch die Energiewende und sektorübergreifende Wirkungsfelder, wie Bildungs- und Informationskampagnen.
Das HmbKliSchG sieht eine regelmäßige Fortschreibung des Klimaplans vor, in dem die Maßnahmen zur Zielerreichung konkretisiert werden. Die Dritte Fortschreibung ist spätestens bis November 2027 vom Senat zu beschließen. Vor diesem Hintergrund wird das bestehende Maßnahmenportfolio weiterentwickelt, um den verschärften Zielpfad einzuhalten. Grundlage hierfür ist eine systematische Bewertung der Maßnahmen hinsichtlich ihrer Eignung, Erforderlichkeit und Angemessenheit, wobei die Emissionswirksamkeit eine zentrale Rolle spielt.
Ziele und Ergebnisse
Vor diesem Hintergrund ist Gegenstand dieses Auftrags die Erstellung eines Projektionsberichts, der fundiert bewertet, ob der gesetzlich festgelegte Minderungspfad der energiebedingten CO2-Emissionen mit vorgegebenen JEM voraussichtlich erreicht werden kann. Der Projektionsbericht ist eng in die Weiterentwicklung des Klimaplans eingebettet und stellt eine zentrale Grundlage für dessen Fortschreibung dar. Im Projekt werden die Fortschreibungen des Klimaplans erarbeitet, womit es wichtige Funktionen zur Umsetzung des HmbKliSchG erfüllt.