Wie gelingt die Dekarbonisierung des Gebäudebestands am effektivsten? Welche Sanierungstiefen sind aus Sicht von Eigentümer*innen und für das Energiesystem sinnvoll?

Diesen Fragen sind wir bei IREES in einer aktuellen Studie im Auftrag der Wissenschaftsplattform Klimaschutz nachgegangen. Im Fokus stand das kostenoptimale Zusammenspiel von Sanierungstiefe, klimafreundlichen Wärmeversorgungstechnologien und den daraus resultierenden Emissionsminderungen im Gebäudebestand sowie die Auswirkungen im Stromsystem.

Die Ergebnisse konnten wir bereits in einem Webinar am 20. Mai vorstellen, mit zahlreichen interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern und spannenden Diskussionen. Vielen Dank für das große Interesse und die Organisation durch die Wissenschaftsplattform Klimaschutz!

Unsere Analysen auf Ebene von Einzelgebäuden, des gesamten Gebäudebestands und des Energiesystems zeigen: Für eine erfolgreiche und kosteneffiziente Transformation sind insbesondere vier Stellschrauben entscheidend:
🔹 Worst first: Förderprogramme stärker am energetischen Ausgangszustand von Gebäuden ausrichten.
🔹 Quick Wins: Niedrigschwellige, gering-investive Maßnahmen nutzen, um wirtschaftlich attraktive Einsparungen und einen Niedertemperatur-Standard zu erreichen.
🔹 Systemisch denken: Gebäudeförderung stärker mit den Anforderungen des gesamten Energiesystems verzahnen.
🔹 Überdimensionierung vermeiden: Normen und Haftungsrahmen reformieren, damit Wärmepumpen kosteneffizienter ausgelegt werden können.

Die Ergebnisse verdeutlichen: Eine erfolgreiche Gebäudewende braucht nicht nur ambitionierte Ziele, sondern auch eine differenzierte Förderpolitik und einen systemischen Blick auf die Transformation.

Die vollständige Studie gibt es hier: Energetische Ertüchtigung der Gebäudehülle, Wechsel zu klimaneutraler Wärmeversorgung und Auswirkungen auf das Energiesystem

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