Der kumulierte Energieaufwand (KEA) als Förderkriterium im Gebäudebereich

Auftraggeber

Umweltbundesamt

Laufzeit Juni 2021 – Juni 2023

Hintergrund

Bislang liegt der Fokus von Klimaschutzmaßnahmen auf dem Endenergieverbrauch des Gebäudes während der Nutzungsphase. Der Rechts- und Förderrahmen fokussiert einen effizienten Betrieb von Gebäuden durch Anreizwirkungen für Effizienzmaßnahmen an der Gebäudehülle und den Einbau effizienter Wärmeversorgungstechniken auf Basis erneuerbarer Energien. Die Betrachtung des Lebenszyklus von Gebäuden und somit der Produktion und Entsorgung von Baustoffen und Dämmstoffen sowie Heiztechnologien wird in den zentralen Politikinstrumente oder den Förderprogrammen bislang nicht adressiert.

Ziele und Ergebnisse

Zur Erreichung der Klimaschutzziele ist allerdings auch die Wahl der Bauweise und Baustoffe entscheidend ist. Für ressourcenschonendes Bauen ist eine ganzheitliche Betrachtung der Gebäude über den Lebenszyklus erforderlich. Eine ganzheitliche energetische Betrachtung von Gebäuden erfordert neben der Nutzung der Gebäude auch die Berücksichtigung des Energieaufwands für die Materialherstellung und Bauwerkerrichtung über die Instandhaltung und des Rückbaus, die sogenannte „grauen Energie“. Durch die Berechnung des kumulierten Energieaufwands (KEA) und des Treibhauspotenzials, kann der Energieaufwand über den Lebenszyklus unterschiedlicher Bauweisen und Baustoffe berechnet und verglichen werden. Das Projekt zielt auf eine Erfassung des KEA von Bauweisen und Baustoffen ab. Es sollen konkrete Empfehlungen für zukünftige Förderprogramme unter Berücksichtigung des KEA erarbeitet werden. Die Lebenszyklusbetrachtung durch Ökobilanzierung bzw. Life Cycle Assessment (LCA) stellt eine geeignete Methode zur Analyse und Berechnung des Energieaufwands und der resultierenden Emissionen dar, die in der Produktions-, Nutzungs-, und Entsorgungsphase von Gebäuden und deren Komponenten entstehen.

Aufgaben von IREES

  • Quantifizierung des kumulierten Energieaufwands für verschiedene Energiestands und Referenzgebäude

  • Life Cycle Assessment von Baustoffen und Bauteilen

  • Definition von klimazielkonformen Baustoffen unter Berücksichtigung der Energieeffizienzstandards

  • Ableitung von Empfehlungen für Förderprogramme und ordnungsrechtliche Standards

Ansprechpartner

Jana Deurer
Jana Deurer
Jan Steinbach
Jan Steinbach
Kai Bergmann
Kai Bergmann